Kategorien: Nicht kategorisiertSende Feedback » •Auch wenn in den vergangenen Jahren gerne die Rede von unbezahlten, sich zu Tode schuftenden Praktikanten war, ist dies kein Massenphänomen: das Gros der Praktika wird bezahlt. Zu diesem Ergebnis kommt die Redaktion des Jobguide Praktikum, der eben in vierter Auflage erschienen ist. Bei Hunderten von Unternehmen erfragten die Wirtschaftsjournalisten der Jobguide-Redak¬tion die Spielregeln zur Vergütung. Danach werden Studierende im Haupt¬studium mit 560 Euro durchschnittlich besser bezahlt als solche im Grund¬studium, die im Schnitt 50 Euro weniger bekommen. Begründet wird dies von den Arbeitgebern damit, dass die höheren Semester schon in anspruchs-volleren Projekten eingesetzt werden können. Am besten zahlen die Unter¬nehmens- und Steuerberater, die Wirtschaftsprüfer, die Konsumgüter- und Genussmittelindustrie, die großen Anwaltskanzleien und der Finanz¬bereich. Traditionell unterm Strich liegt die Vergütung in den Medien, der Werbung und im Öffentlichen Dienst, wo auch mal häufiger gar nichts bezahlt wird.
„Faszinierend ist“, sagt Jobguide-Herausgeberin Annette Eicker, „dass gerade Ministerien, Behörden und Gewerkschaften, die die Diskussion über Praktikanten-Ausbeutung seit Jahren antreiben, selbst fast immer nichts zahlen. Gute Wirtschaftsunternehmen hingegen wissen, dass sie junge Leute an sich binden müssen und das geht nicht, wenn die Arbeitsbeziehung mit Ausbeutung beginnt.“
Nicht locker lassen!
Viele große Unternehmen haben allerdings derzeit die Zahl ihrer Praktikumsplätze drastisch reduziert. „Das sollte aber Schüler und Studierende auf keinen Fall dazu veranlassen, auf Praktika zu verzichten“, rät die Wirtschaftsjournalistin Eicker, „denn die Erfahrung aus Praktika wird beim Berufseinstieg entscheidend sein.“ Zurzeit, rät die Arbeitsmarkt-Expertin, sollten sich Studierende vor allem den Mittelstand intensiv ansehen und bei der Suche nach einem Platz nicht locker lassen: „Im Mittelstand gibt es noch deutlich mehr Chancen als bei den Großunternehmen, an die die Studierenden bei ihren Bewerbungen immer zuerst denken.“
Zusammen mit neun weiteren Wirtschaftsjournalisten hat Annette Eicker deshalb monatelang den Markt durchkämmt und Hunderte von Arbeitgebern aufgespürt, die auch derzeit noch Praktikumsplätze anbieten, Diplom- und Masterarbeiten betreuen und Praktikanten ins Ausland schicken. Im Jobguide Praktikum stellt das Team diese Unternehmen – nach Branchen sortiert – in teils langen, teils kürzeren Unternehmensportraits vor und nennt alle Ansprechpartner mit Kontaktdaten.
Praktikum in Australien
In einem großen Special beschäftigt sich die völlig neu gestaltete vierte Auflage des Jobguide Praktikum außerdem mit Auslandspraktika in Australien. Hier wird erklärt, wie man Down Under am besten einen Platz findet, was die Unternehmen dort erwarten, wie man seine Bewerbung abfasst und welche Visa es gibt.
Praxistipps für Studierende
Einen weiteren Schwerpunkt des Ratgebers bilden Praxistipps von Personalern und Professoren, wie Studierende ihr Studium und ihre Praktika sinnvoll angehen und strukturieren, um sich einen erfolgreichen Start in den Beruf zu sichern.
Außerdem sind bei matchboxmedia erschienen: der Jobguide Germany, der Einstiegs- und Aufstiegsmöglichkeiten für Alle wirtschaftsnahen Studiengänge vorstellt sowie der Jobguide Engineering, ein umfassendes Karriere-Kompendium für Ingenieure und Techniker.
matchboxmedia ist als Verlag spezialisiert auf Job- und Karrierethemen und gibt jährlich den Jobguide Germany, Jobguide Engineering und Jobguide Praktikum in den Buch- und Zeitschriftenhandel, in denen weit über 400 Arbeitgeber mit journalistisch unabhängig erstellten Arbeitgeberporträts vorgestellt werden. Darüber hinaus erstellt matchboxmedia Karriere-Newsletter für verschiedene Zielgruppen, die inzwischen an über 100 Lehrstühlen und Career Centern von Hochschulen genutzt werden. Auf www.jobguide.de bietet der Verlag eine von Wirtschaftsjournalisten erstellte, große Arbeitgeberdatenbank und viele Online-Services.
(Quelle: matchboxmedia, 28.05.09)
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